„Wir brauchen neue Ansätze, neue Rahmenbedingungen und neue Förderinstrumente, um neuen innovativen Antibiotika den Weg zu ebnen“, forderte Professor Manfred Schubert-Zsilavecz bei seinem Vortrag in der Pharma World im Rahmen der Expopharm.

2018 wurden laut Zahlen der US-amerikanischen Zulassungsbehörde (FDA) 59 Arzneimittel zugelassen: darunter kein innovatives Antibiotikum. Die großen Erfolge in der Entwicklung von Antibiotika seien in den Fünfziger- und Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts gewesen.

Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) bewerte die Situation noch lange nicht so negativ. Nach eigenen Einschätzungen des vfa sind in Deutschland zwischen 2011 und 2020 circa 20 neue antibiotisch wirksame Substanzen zugelassen worden. Schubert-Zsilavecz betonte, dass es sich dabei jedoch nicht um Sprunginnovationen im Sinne völlig neuer Antibiotika-Klassen handle. Es seien Entwicklungen auf Basis bereits vorhandener Wirkstoffgruppen. „Wir haben also keine innovativen Substanzen, die uns helfen könnten, Resistenzsituationen, wie wir sie weltweit erleben, zu durchbrechen“, verdeutlichte er….Hier weiterlesen. 

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 27.09.2019 von Michelle Haß