Die neuen Antikörper zur Migräne-Prophylaxe blockieren das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) beziehungsweise seinen Rezeptor. Mit dem neuen Wirkprinzip könnte vielen Patienten, die bisher nicht optimal behandelt wurden, geholfen werden, doch oft sind die neuen Therapieoptionen kaum bekannt. Der Apotheker kann hier eine wichtige Rolle spielen – wie diese aussehen könnte, erläuterten die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion bei der Pharmaworld auf der Expopharm.

Lange Zeit gab es bei der Migräne-Prophylaxe keine Neuerungen. Die Patienten wurden beispielsweise mit Betablockern oder Calcium-Antagonisten behandelt – oft mit geringer Wirkung, aber dafür mit einigen Nebenwirkungen. Seit kurzer Zeit sind nun die Antikörper Erenumab, Galcanezumab und Fremanezumab verfügbar, aber den Patienten sind die neuen Therapieoptionen oft noch nicht bekannt. Der Apotheker kann hier eine wichtige Rolle spielen und zum Vermittler werden. Denn er könne im Beratungsgespräch meist relativ einfach Migräne-Patienten, die nicht adäquat behandelt werden, identifizieren, sie informieren und an einen Facharzt verweisen, wie Apotheker Dr. Björn Schittenhelm ausführte. „Das sind beispielsweise Patienten, die häufiger in der Selbstmedikation nach Triptanen fragen und teilweise gleich mehrere Packungen auf einmal erwerben wollen“, nannte er ein Beispiel….Hier weiterlesen. 

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 26.09.2019 von Verena Schmidt