Beeinträchtigung der Lebensqualität durch Darmbeschwerden

Beeinträchtigung der Lebensqualität durch Darmbeschwerden2018-09-17T16:14:42+00:00
Ort Datum Tag Von Bis Veranstaltungsart
Messe München 2018101313. Okt 2018 20181013Sa 14:15 Uhr 14:45 Uhr pharma-world

Messung der Lebensqualität (quality of life, QOL), z.B. bei Darmerkrankungen, ist die wissenschaftliche Variante der Frage des Arztes „Wie geht es Ihnen?“:  Während der Patient versucht, in der Antwort („heute nicht so gut“) all das zusammenzufassen, was positiv oder negativ sein Gesamtbefinden beeinflusst, versucht die Lebensqualitätsforschung, die Bestandteile des Befindens zu identifizieren und ihre Bewertung im Einzelnen zu erfassen und zu messen, um sie dann in einem Gesamtscore auszudrücken (heute nicht so gut = auf einer Skala von 0 bis 100 bei 56). Gesundheitsbezogene Lebensqualität (health related quality of life, HRQOL) beschränkt diese  Sicht auf die körperliche und seelische Gesundheit, schließt damit andere Bereiche des Lebens, die solche Beeinträchtigungen erleben können, aus, z.B. die berufliche Lebensqualität, die familiäre Lebensqualität, oder die sexuelle Lebensqualität. Generische Messung der Lebensqualität demgegenüber versucht, alle diese Bereiche zu erfassen.

Darmbeschwerden lassen sich entweder nach Symptomen (Schmerzen, Durchfall, Verstopfung, Blähungen etc.) klassifizieren, oder  nach Symptomgruppen (Syndromen), z.B. dem Reizdarmsyndrom, der funktionellen Dyspepsie und anderen. Im Folgenden möchte ich mich beschränken auf Patienten mit abdominellen Schmerzen, Krämpfen und Beschwerden (abdominal pain, cramps, and discomfort, APCD). Am Beispiel einer Studie soll der Zusammenhang zwischen Lebensqualität und Darmbeschwerden erläutert werden. Frauen, die entweder Buscopan®, Iberogast® oder konventionelle Analgetika zu Behandlung ihrer Beschwerden einnehmen, wurden einem telefonischen Interview zugeführt. Die Daten dieser drei Gruppen wurden dann verglichen im Hinblick auf Lebensqualität, Wirksamkeit und Verträglichkeit der gewählten Medikamente, sowie auf weitere Fragen im Zusammenhang mit den Auftreten vom APCD, z.B. deren vermutete Ursachen und eigenen Erklärungsmodellen. Diese Daten werden im Vortrag vorgestellt und diskutiert.

Programmänderungen bleiben vorbehalten.