Dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte erhöhen das Risiko für zahlreiche Erkrankungen. Am deutlichsten sähe man dies bei den Schlaganfällen, sagte Professor Dr. Carsten Böger, Klinikum Traunstein, in seinem Vortrag auf der pharma-world der expopharm. „Wenn man den Bluthochdruck behandelt, nimmt die Zahl der Schlaganfälle ab.“ Weitere häufige Folgen der Hypertonie sind Herz- und Nierenerkrankungen.

Laut aktueller Leitlinie als zu hoch und damit behandlungsbedürftig gelten Blutdruckwerte über 140/90 mmHg. Liegen Grunderkrankungen vor, etwa eine Niereninsuffizienz oder ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus, kann bereits bei hochnormalen Werten ab 130:85-95 mmHg eine blutdrucksenkende Therapie angezeigt sein. Auch für das Ziel der Senkung gibt es eine Empfehlung: Sol sollten die Werte nicht unter einen systolischen Wert von 120 mmHg gesenkt werden. Diastolische Werte unter 80 mmHg könnten jedoch in einzelnen Fällen in Ordnung sein, so Böger weiter.

Für die Diagnose einer Hypertonie, aber auch bei der Therapiekontrolle spielen verlässliche Messwerte eine zentrale Rolle. Bei der Messung gilt es daher, eine Reihe von Punkten zu beachten. Einige davon: Bereits in den 30 Minuten vor der Messung sollten die Patienten auf Kaffee, Sport und Rauchen verzichten. Vor der Messung sollte außerdem die Harnblase entleert werden, und es sollte eine Ruhephase von mindestens fünf Minuten eingehalten werden. Böger: „Fünf Minuten gar nichts tun: Nicht reden, nicht fernsehen, nicht Zeitung lesen.“

Über zahlreiche weitere Aspekte – unter anderem über die korrekte Haltung bei der Messung oder die geeignete Größe der Blutdruckmanschette – informiert das Video.