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Ausstellerstimmen der expopharm 2018

Dr. Michael P. Kuck, Vorstandsvorsitzender NOWEDA Apothekergenossenschaft: „Aus NOWEDA-Perspektive war die diesjährige expopharm ein voller Erfolg. Der NOWEDA Messestand in Halle C5 war für viele Apothekerinnen und Apotheker die erste Anlaufstation. Wir freuen uns besonders über das positive Feedback zu unserem in Zusammenarbeit mit Hubert Burda Media entwickelten ‚Zukunftspakt Apotheke‘, dessen Präsentation auf einer erstmalig angelegten Empore erfolgte. Das neue Messestandkonzept hat sich bewährt und wurde von unseren Besuchern sehr gut angenommen.“

Michael Maug, Geschäftsführer Lauer-Fischer GmbH: „Die expopharm ist DER Branchentreff der Apothekenwelt. Wir profitieren nicht nur von Gesprächen mit Interessenten und Kunden, sondern auch von dem Austausch mit unseren Partnern. Darüber hinaus war unsere Beteiligung am Rundgang Digitalisierung: ‚Wovon profitiert der Apotheken-Kunde?‘ ein voller Erfolg. Und natürlich werden wir auch in 2019 wieder auf der expopharm vertreten sein.“

Christian Bauer, Geschäftsführer Apostore GmbH: „Die expopharm 2018 war für Apostore die Gelegenheit, unsere Neuausrichtung und unseren Wandel nach außen sichtbar zu machen. Das Konzept, mit unserer Schwester-Firma adcommander auf einer gemeinsamen Fläche Komplettlösungen für das Back- und Frontoffice der Apotheke zu zeigen, war ein voller Erfolg. In den vergangen vier Tagen konnten wir uns über eine gute Besucherfrequenz am Stand mit intensiven Gesprächen freuen. Unser Team hat wertvolle Kontakte gepflegt, neue Partnerschaften geschlossen und – das Wichtigste – Automaten verkauft.“

Kristin Mann, Leitung Marketing & Sales Bionorica ethics GmbH: „Die Teilnahme an der expopharm 2018 in München ermöglichte uns direkt in Kontakt mit den Apothekerinnen und Apothekern zu treten. Unser Produkt Dronabinol (Wirkstoff und Betäubungsmittel) ist erklärungsbedürftig und erfordert einen engen Austausch zumindest vor bzw. für die erste Verarbeitung. ApothekerInnen verarbeiten den Wirkstoff zu einem Rezepturarzneimittel – entweder zu Tropfen oder Kapseln. Die Berücksichtigung in und Teilnahme an den Rezepturrundgängen ermöglicht den direkten Austausch und die schnelle Beantwortung konkreter Fragestellungen. Definitiv ein großes Plus für uns als Wirkstoffhersteller für Rezeptur! Die Vorträge in der pharma-world am Freitag haben thematisch sehr gut zu uns gepasst. Die Organisation durch das Messeteam war hervorragend und erfolgte zu unserer vollsten Zufriedenheit. Eine Teilnahme in 2019 werden wir von den Themen in der pharma-world abhängig machen.“

Tomaž Pirman, Geschäftsführer TAD Pharma GmbH: “Die Teilnahme an der expopharm hat für uns schon eine lange Tradition und bot uns auch in diesem Jahr eine gute Plattform, um mit den Entscheidern aus der Apotheke ins Gespräch zu kommen. Wir konnten wichtige Kontakte pflegen und unseren Kunden nicht nur unsere Produkte vorstellen, sondern auch die Werte nahebringen, die TAD Pharma ausmachen: Gesundheit, Qualität und Nachhaltigkeit. Mit Vorfreude blicken wir auf die Teilnahme im Jahr 2019 und bedanken uns für die gute Messe-Organisation.”

Mohammadi Akhabach, Gründer und Geschäftsführer von AMIRA®: Die expopharm 2018 war für uns der optimale Rahmen, unser neues PTA-Konzept „AMIRA“ dem Fachpublikum vorzustellen. Unsere Vision, die PTA mit einer Kombination aus Produkt-Test und Beratungs-Support im Apothekenalltag näher zusammenzubringen, traf bei den interessierten Besuchern auf großen Zuspruch. Wir haben mit dem Team um „AMIRA“ unglaublich viele, tolle Gespräche mit PTAs und anwesenden Industriepartnern führen können und die Vorfreude auf den Versand der ersten AMIRA Box ist groß. Dank der expopharm und der perfekten Rundum-Organisation vor Ort hat unsere Beratungsheldin AMIRA noch mehr Power für die Zukunft!

Rainer Kliewe, Geschäftsleitung Marketing und Vertrieb BELSANA Medizinische Erzeugnisse: ” Wir zeigen seit 1992 Präsenz auf der expopharm und freuen uns auch, dieses Jahr wieder dabei zu sein. Man kann sagen, dass BELSANA mit der expopharm groß geworden ist. In den letzten 27 Jahren haben wir unser Standkonzept und Erscheinungsbild kontinuierlich weiterentwickelt: BELSANA ist eine traditionsreiche Marke mit innovativen Produkten. Unsere Kompressionsstrümpfe sind modern und modisch. Das spiegelt auch unser Messeauftritt wider. Die expopharm ist eine tolle Business-Plattform und für uns ein wichtiges Marketinginstrument. Zu Beginn haben wir die Messe in erster Linie genutzt, um mit Neukunden ins Gespräch zu kommen. Heute betreiben wir dort aktive Kundenpflege und stärken gezielt unsere Markenpräsenz. Der persönliche Kontakt und Austausch mit unseren langjährigen Geschäftspartnern ist uns sehr wichtig. Gerne überraschen wir diese auf der Messe mit exklusiven Aktionen und multisensorischen Produkterlebnissen wie zum Beispiel leckerer Eiscreme in den BELSANA Modefarben Graphit, Flieder, Amarena und Heidelbeere. Zugleich schätzen wir die vielfältigen Networking-Möglichkeiten mit Branchenexperten und Multiplikatoren vor Ort. Mit der Frequenz und Qualität der Messekontakte in diesem Jahr sind wir sehr zufrieden. Daher werden wir auch 2019 in Düsseldorf wieder als Aussteller mit dabei sein. BELSANA und die expopharm, das passt. Da dürfen wir nicht fehlen! Damit tragen wir auch weiterhin zur Attraktivität der Messe bei. Wünschenswert wäre es, dass das Thema Hilfsmittel künftig wieder mehr Raum gewinnt und auf der Messe stärker in den Fokus rückt.”

Manfred Seibold, Geschäftsführer KLS Pharma Robotics GmbH: “Die expopharm 2018 war ein voller Erfolg für unser Unternehmen. Wir haben viele erfolgreiche Gespräche mit Neukunden führen können. Das allgemeine Feedback auf unser neues sprachgesteuertes Kommissioniersystem hat unsere Erwartungen sogar übertroffen. Es zeigt sich immer wieder, dass die expopharm als Plattform für uns immens wichtig ist, um neue digitale Lösungen für die Apotheken vorzustellen und uns im Markt zu präsentieren. Auch die Messeorganisation war wie jedes Jahr perfekt. Nächstes Jahr in Düsseldorf sind wir selbstverständlich wieder dabei.”

Andreas Kierndorfer, Geschäftsführer aoki apotheken-vertrieb GmbH: „Der Gemeinschaftsstand `Schlossallee` ist seit Jahren eine feste Größe auf jeder expopharm. Wir schätzen die Messe als perfekte Kommunikationsplattform für unsere Kunden. Vom ersten Messetag an herrschte eine durchweg positive Stimmung auf der gesamten Schlossallee. Unsere zahlreichen Standbesucher waren sowohl Apotheken-Entscheider als auch PTA, mit denen wir viele interessante Gespräche geführt haben. In diesem Jahr können auf einen sensationell guten geschäftlichen Erfolg blicken. Schon jetzt haben wir Neukunden für die expopharm 2019 gewinnen können. Wir sind von der diesjährigen Messe absolut begeistert.“

Die Ausstellerstimmen 2018 können Sie auch hier runterladen.

Ausstellerstimmen der expopharm 20182018-11-07T13:01:37+02:00

pharma-world | Coffein macht Analgetika schneller und stärker

Analgetika sind im Bereich OTC die am besten untersuchten Arzneimittel. Über Kombinationen mit Coffein informierte Professor Dr. Thomas Herdegen, Kiel, in seinem Vortrag auf der pharma-world der expopharm. Angewendet werden rezeptfrei erhältliche Schmerzmittel in zahlreichen Bereichen. So lindern die Wirkstoffe nicht nur Schmerzen sondern werden auch als Entzündungshemmer und zur Fiebersenkung verwendet.

Für Patienten spielt die Geschwindigkeit, mit der Kopfschmerz gebessert wird, eine wichtige Rolle. Zwar lasse sich diese durch eine Einnahme auf nüchternen Magen steigern, führte Herdegen aus. Doch im Alltag träten Kopfschmerzen meistens nicht dann auf, wenn der Magen leer sei. Der Zusatz von Coffein steigere nicht nur die Wirkgeschwindigkeit sondern verstärke auch nebenwirkungsfrei die Wirkung der analgetischen Substanz, sodass diese niedriger dosiert werden könne. Dadurch sinke das Risiko von Nebenwirkungen durch den Schmerzwirkstoff.

Als mögliche Kombinationspartner von Coffein nannte Herdegen Acetylsalicylsäure (ASS) und/oder Paracetamol sowie Ibuprofen. Coffein sei Studien zufolge im Dosisbereich von etwa 50 bis 150 mg ein zuverlässiges Koanalgetikum. Außerdem sei es in der Lage, den Ceiling-Effekt von Ibuprofen zu durchbrechen. Die Bedeutung des Wirkverstärkers Coffein spiegelt sich auch in der aktuellen Migräne-Leitlinie wider, in der die Kombination aus ASS, Paracetamol und Coffein als Mittel der 1. Wahl aufgeführt ist.

Das vollständige Video des Vortrages gibt es hier.

pharma-world | Coffein macht Analgetika schneller und stärker2019-03-13T16:40:42+02:00

pharma-world | Dronabinol: Von der Bestellung über die Herstellung bis zur Abgabe

Über alle Themen rund um Dronabinol können sich die expopharm-Besucher bei Aussteller Bionorica ethics auf dem Areal der pharma-world in Halle B5 informieren. Ausgewählte Aspekte waren Gegenstand des Fachinterviews, das dort am Freitag unter der Moderation von Professor Dr. Theo Dingermann, Frankfurt am Main, stattfand. Im Vordergrund standen Service und Unterstützung, die den Apotheken im Umgang mit dem sensiblen Wirkstoff zur Verfügung stehen. „Für jeden Schritt von der Bestellung über die Eingangs- und Plausibilitätsprüfung sowie die Herstellung von wahlweise Tropfen oder Kapseln bis hin zur Abgabe des Arzneimittels an den Patienten bietet Bionorica ethics alle Services und verschiedene Arbeitshilfen an“, informierte Kristin Mann, Leiterin Marketing & Sales bei Bionorica ethics. Expopharm-Besucher können sich am Stand über alle Punkte aus erster Hand informieren.

Auch die Frage, warum Dronabinol „nur“ als Rezeptursubstanz und nicht als Fertigarzneimittel zur Verfügung steht, wurde heute wieder gestellt. Vor allem der Faktor Zeit spielt hier die Hauptrolle. In der kurzen Zeit seit Beginn der Erstattungsfähigkeit im März 2017 habe man keine Studien durchführen und keine Zulassung beantragen können, sagte Mann. Diese seien aber geplant. Einzelheiten sind jedoch noch nicht bekannt. Der Einsatz in Form von Rezepturen beinhalte aber auch einen Vorteil, ergänzte Dingermann: Fertigarzneimittel seien stets für bestimmte Anwendungsbereiche zugelassen, die Anwendung außerhalb der Indikation häufig schwierig.

Mehr zum Thema Dronabionol gibt es am Stand von Bionorica ethics auf dem Areal der pharma-world in Halle B5. Cannabis ist als Schwerpunkt-Thema der diesjährigen pharma-world außerdem Gegenstand verschiedener Vorträge.

pharma-world | Dronabinol: Von der Bestellung über die Herstellung bis zur Abgabe2018-10-13T11:14:17+02:00

pharma-world | Wie Erkältungsviren die innere Uhr nutzen

Die innere Uhr steuert nicht nur das Schlaf- und Wachverhalten des Menschen, sie beeinflusst darüber hinaus zahlreiche weitere Vorgänge, zu denen auch Immunprozesse gehören. Auf welche Weise sie Einfluss auf den Verlauf von Erkältungskrankheiten nehmen kann, erläuterte Professor Dr. Achim Kramer, Berlin, in seinem Vortrag auf der pharma-world der expopharm.

Jede einzelne Zelle werde durch eine innere Uhr gesteuert, so Kramer weiter. Nach dem Befall von Zellen durch Erkältungsviren kommt es demnach zu einem wechselseitigen Geschehen: Im Idealfall nimmt die innere Uhr der Wirtszelle Einfluss auf die Virenvermehrung, indem sie deren Hemmung unterstützt; umgekehrt sind die eingedrungenen Viren ihrerseits in der Lage, die innere Uhr der Zelle „zu verstellen“ und so die Hemmung ihrer Vermehrung außer Kraft zu setzen. „Der Zeitpunkt der Ansteckung kann für die Ausprägung der Symptomatik und ihren zeitlichen Verlauf entscheidend sein“, erklärte der Referent. Eine „starke“ innere Uhr könne die Abwehrkräfte stärken. Zudem könnte auch die Behandlung von Erkältungskrankheiten von chronotherapeutischen Ansätzen, wie man sie bei anderen Erkrankungen bereits angewendet werden, profitieren.

pharma-world | Wie Erkältungsviren die innere Uhr nutzen2018-10-12T14:48:57+02:00

pharma-world | Vitalpilze: Neu auf der pharma-world

Vitalpilze sind Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin, in den Apotheken und auf der pharma-world zählten sie bisher zu den Exoten. Was Vitalpilze möglicherweise bewirken und auf welche Weise dies geschehen könnte, waren zentrale Fragen sowohl des pharma-world-Vortrages von Heilpraktiker Alexander Baur-Schall als auch des Fachinterviews am Stand von Hennig Arzneimittel, das von Professor Dr. Theo Dingermann, Frankfurt am Main, moderiert wurde.

Insbesondere die enthaltenen Polysaccharide sehe man als zentrale Bestandteile für die Effekte an, erläuterte Baur-Schall im Vortrag und im anschließenden Interview. Sie seinen in der Lage, das Immunsystem modulierend zu beeinflussen. Die Mechanismen sind bisher weitgehend unbekannt. Denkbar sei ein Effekt auf das Darmmikrobiom und auf die Peyer-Plaques – zusammenhängenden Lymphfollikeln, die sich im gesamten Dünndarm befinden, vor allem im Krummdarm und im Wurmfortsatz, sagte Dingermann. Polysaccharide könnten dabei möglicherweise „wie ein Externum“ verhalten, also prä- oder probiotisch, aber ohne dass eine Resorption stattfinde. Dennoch sei eine Reaktion des „größten Immunorgan des Körpers“ vorstellbar. Es spreche daher nichts gegen einen Heilversuch. Wichtig sei, ein Ziel hinsichtlich des Effektes und des Zeitraumes zu setzen, um zu überprüfen, ob man auf den Einsatz anspreche.

Verschiedene Vitalpilze sind Bestandteil der Trivital®-Produktfamilie des pharma-world-Ausstellers Hennig Arzneimittel. Die Nahrungsergänzungsmittel für verschiedene Einsatzzwecke enthalten außerdem jeweils unterschiedliche Pflanzenextrakte und Mineralstoffe. Weitere Informationen zu Vitalpilzen gibt es am Stand von Hennig Arzneimittel auf dem Areal der pharma-world.

pharma-world | Vitalpilze: Neu auf der pharma-world2018-10-12T13:17:40+02:00

pharma-world | Wie nächtlicher Husten die Lebensqualität beeinträchtigt

Zwischen nächtlichem Husten und der Beeinträchtigung der Lebensqualität gibt es einen „dosisabhängigen“ Zusammenhang. Eine aktuelle Anwendungsbeobachtung hierzu stellte PD Dr. Kai Michael Beeh, Wiesbaden, in seinem Vortrag auf der pharma-world der expopharm in München vor. Sie zeigt: Je häufiger Patienten nachts von Husten geweckt wurden, umso stärker nahm die Lebensqualität ab – unabhängig von der Schwere der Ausgangserkrankung. Auch ein Unterschied zwischen Erwachsenen und Kindern konnte nicht festgestellt werden. Je häufiger in der Nacht Hustenereignisse eintraten, umso stärker war am Tag die Konzentration beeinträchtigt, konnten Tagesaktivitäten nicht wie gewohnt stattfinden und umso erschöpfter fühlten sich die Teilnehmer der Befragung.

Doch warum tritt Husten bevorzugt während der Nacht auf? Grund hierfür sei insbesondere der nervale Anteil der Veränderungen durch die virale Infektion, erläuterte Beeh die Hintergründe. So entstehen durch die Infektion „Lücken“ im zuvor geschlossenen Zellverband des Schleimhaut-Epithels. Schädliche Partikel können dann das tieferliegende Gewebe reizen. In der Nacht, wenn das parasympathische System die Oberhand habe, seien Nervenfasern aktiver, die Hustenreize weiterleiten.

Mehr zum Thema Husten und seine Behandlung gibt es in weiteren Vorträgen und bei verschiedenen Ausstellern auf dem Areal der pharma-world.

pharma-world | Wie nächtlicher Husten die Lebensqualität beeinträchtigt2018-10-11T18:47:19+02:00

pharma-world | Defektur-Arzneimittel: Keine Angst vor der Dokumentation

Mit Eigenherstellungen können Apotheken bei Kunden und Patienten punkten, doch viele schrecken bei der Herstellung von Defekturen, Standardzulassungen und unechten Hausspezialitäten vor allem wegen der erforderlichen Dokumentation zurück – unnötigerweise, wie Apotheker Lars Peter Frohn in seinem Vortrag auf der pharma-world der expopharm ausführte.
Voraussetzung für eine Herstellung im Rahmen der Defektur ist eine häufige ärztliche Verordnung des entsprechenden Arzneimittels. Da es sich um eine „Rezeptur auf Vorrat“ handelt, entfalle eine explizite Plausibilitätsprüfung, erläuterte Frohn. Sie habe im Rahmen der Anfertigung als Rezeptur bereits stattgefunden.
Abschreckend wirke vor allem die Risiko-Bewertung, so der Referent weiter. Diese lasse sich jedoch auf der Grundlage der fünf geforderten Kriterien – jährliche Produktionsmenge, Applikationsart und Darreichungsform, inhärente Risiken des Wirkstoffs, Herstellungsprozess sowie Abgabe – sehr einfach durchführen. Letzendlich bedeute die Risikobewertung nicht einmal einen Mehraufwand, da der Prüfaufwand durch sie enorm reduziert werde.
Mit Hilfe des DAC lassen sich die Anfertigungen in drei Risiko-Klassen einteilen. Die Zuordnung lasse sich durch ein Online-Tool leicht und rasch erledigen, so Frohn. Auf der expopharm können Interessierte es sich beim DAC/NRF auf der Avoxa-Standfläche (Halle B6, Stand C-10) anschauen und sich die Anwendung von den Experten erklären lassen.

Mehr zum Thema Rezeptur gibt es außerdem in den Vorträgen der pharma-world.

pharma-world | Defektur-Arzneimittel: Keine Angst vor der Dokumentation2018-10-11T13:55:24+02:00

expopharm Medienpreis 2018 verliehen

Eschborn/München (11. Oktober 2018) Gestern wurde zum 14.mal der expopharm Medienpreis verliehen. Mit diesem Wettbewerb will die größte und wichtigste pharmazeutische Fachmesse Europas die fundierte und durchaus auch kritische Berichterstattung rund um die Apotheken fördern. Der Preis wurde in vier Kategorien ausgeschrieben.

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In der Kategorie Apotheke und Politik wurde Dagmar Röhrlich für ihre Sendung: „Lieferengpässe bei Medikamenten – Notstand im Apotheker-Regal“ ausgezeichnet, die am 26. Februar 2018 erstmals im Deutschlandfunk ausgestrahlt wurde. Obwohl Apotheker, die pharmazeutische Industrie und auch die Politik schon Einiges unternommen haben, um der Nichtverfügbarkeit auch bei versorgungsrelevanten Wirkstoffen gegenzusteuern, ist das Problem noch immer nicht gelöst. Klar ist, dass der weltweit zunehmende Kostendruck und die Globalisierung ihren gehörigen Beitrag zu diesem Problem geleistet haben. Zwar produzieren China und Indien zu Preisen, die in Deutschland nicht im Ansatz kostendeckend zu realisieren sind. Dies geht aber zu Lasten der Qualität. Arzneimittel- und Versorgungssicherheit vertragen sich nicht wirklich mit Schnäppchenpreisen. Letztlich sind dies Herausforderungen im Weltmaßstab, die Dagmar Röhrlich laienverständlich darstellt, so dass sich die Hörer nach der Sendung eine fundierte Meinung bilden können.

Für ihren Dokumentarfilm „Unbezahlbare Pillen“ erhielten Stephan Arapovic und Johan von Mirbach den expopharm Medienpreis in der Kategorie Apotheke und Ökonomie. Die Sendung, die am 7. September 2017 erstmals in 3sat ausgestrahlt wurde, setzt sich mit der Frage auseinander, welche Behandlungen in einem solidarischen Gesundheitssystem auch künftig noch finanziert werden sollen. Nicht zuletzt die aufwändigen Forschungs- und Produktionsverfahren für biotechnologische Arzneimittel haben diese Innovationen so teuer gemacht, das eine flächendeckende Behandlung aller in Frage kommenden Patienten so manches Gesundheitssystem in den Ruin treiben würde. Arapovic und von Mirbach wagen den schwierigen Ansatz, die ökonomischen und ethischen Dimensionen dieser Entwicklung gegeneinander abzuwiegen. Die Jury bewertete den gewählten Ansatz als ausgezeichnete Darstellung eines Problems, das in den kommenden Jahren eher größer als kleiner werden wird.

„Heilkraut“ nannte der Arzt und Journalist Dr. Bernhard Albrecht seine Titelgeschichte des Stern vom 19. April 2018, für die er den expopharm Medienpreis in der Kategorie Apotheke und Verbraucher erhielt. Auf insgesamt zehn Druckseiten greift er das auch ideologisch kontrovers diskutierte Thema Cannabis unter den verschiedensten Blickwinkeln auf. Er zeigt die Hoffnungen, die sich mit dieser Therapie verbinden ebenso wie deren Schattenseiten. So stellt er beispielsweise eine wirtschaftliche Goldgräberstimmung bei den Herstellern fest, die oft keine pharmazeutischen Unternehmen sind. Klar sei aber, dass die Erforschung der Haupt- und Nebenwirkungen von Cannabis weiter vorangetrieben werden müsse. Die Jury wertete diesen Artikel als besonders gelungenes Beispiel für die Aufklärung von Patienten und Verbrauchern. Denn er zeigt, dass auch ein emotional besetztes Thema so dargestellt werden kann, dass sich die Leser nach der Lektüre eine auf Fakten basierte eigene Meinung bilden können.

Dass es wichtig ist, Medikamente je nach Wirkmechanismus vor oder nach dem Essen einzunehmen, hat sich inzwischen herumgesprochen. Weniger bekannt ist, dass auch die Tageszeit der Anwendung eine bedeutsame Rolle spielt. Maike Brzoska hat dieser Tatsache eine eigene Sendung in Bayern 2 gewidmet, die unter dem Titel „Chronomedizin – Therapie im Takt des Körpers“ erstmalig am 25. Januar 2018 ausgestrahlt wurde. Hierfür wurde sie nun mit dem expopharm Medienpreis in der Kategorie Pharmazie und Forschung geehrt. Die Jury bezeichnete den Beitrag als ein besonders gelungenes Beispiel für die laienverständliche Aufbereitung sehr schwieriger aber extrem wichtiger Themen. Die Autorin macht es ihren Zuhörern durch plastische und spannende Beispiele leichter, die komplexen Zusammenhänge zu verstehen. Nach Meinung der Jury macht gerade das guten und daher auch preiswürdigen Wissenschaftsjournalismus aus.

Die Preisverleihung fand im Münchner GOP Varieté-Theater statt. Der expopharm Medienpreis 2018 wurde von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, der DKV und der Messe München unterstützt.

Die Pressemitteilung können Sie auch hier downloaden.

expopharm Medienpreis 2018 verliehen2018-10-15T11:45:19+02:00

pharma-world | Neu: Fachinterviews bei den Ausstellern

In den Vortragspausen auf der pharma-world der expopharm gibt es in diesem Jahr erstmalig das Format der Fachinterviews an den Ständen ausgewählter Aussteller. Die Premiere fand am Mittwoch am Stand von Cannamedical statt und wurde von Professor Dr. Theo Dingermann, Frankfurt am Main, moderiert. Praktische Fragen der expopharm-Besucher zur Versorgung mit Medizinal-Cannabis waren dabei ebenso Thema wie weitere Cannabis-Produkte, die in der Zukunft sicher größere Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden.

Lieferschwierigkeiten zu beseitigen und Versorgungslücken zu schließen sei das erklärte Ziel von Cannamedical, erläuterte Jascha Berg, Head of Customer Service von Cannamedical. Bisher wurden Cannabis-Blüten vor allem aus den Niederlanden importiert, doch die Kontingente reichten zur Deckung des Bedarf in Deutschland nicht aus. Cannamedical arbeite daher mit Lieferanten aus weiteren Ländern zusammen. Derzeit entwickelt Cannamedical zudem Eigenmarken, die 2019 verfügbar sein sollen.

Cannabidiol, ebenfall ein Inhaltsstoff aus Cannabis sativa, besitzt keine psyoaktiven Eigenschaften und ist als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft. Es handele sich dabei um eine Substanz mit Potenzial, zu der derzeit verschiedene Studien durchgeführt würden, sagte Dingermann. So habe die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA die Erlaubnis erteilt, CBD bei Kindern mit seltenen Formen der Epilepsie anzuwenden. In Israel werde in einer Klinik der Einsatz bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa untersucht.

Mehr zum Thema Medizinal-Cannabis und CBD gibt es am Stand von Cannamedical auf dem Areal der pharma-world in Halle B5. Cannabis ist als Schwerpunkt-Thema der diesjährigen pharma-world außerdem Gegenstand verschiedener Vorträge.

pharma-world | Neu: Fachinterviews bei den Ausstellern2018-10-11T13:16:56+02:00

pharma-world | Neue Wirkstoffe in der Migräne-Prophylaxe

Mit seinem Vortrag „Migräne-Update 2018“ eröffnete Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz die Reihe der pharma-world-Vorträge der diesjährigen expopharm in München. Im Fokus dabei: die kürzlich zugelassenen monoklonalen Antikörper zur Migräne-Prophylaxe, die – anders als die hierfür bisher zur Verfügung stehenden Arzneimittel – ausdrücklich für dieses Anwendungsgebiet entwickelt wurden.

Die neuen Wirkstoffe adressieren einen Schlüsselmediator der Migräne, das Calcitonin Gene Related Peptide (CGRP), das bei Migränikern in hoher Konzentration vorliegt. Sie blockieren entweder den CGRP-Rezeptor (wie Erenumab) oder CGRP selbst (wie Fremanezumab oder Galcanezumab). Fremanezumab ist bisher nur in den USA zugelassen, Galcanezumab ist noch nicht auf dem Markt. Studien zeigten, dass CGRP-Antagonisten dosisabhängig die Zahl der Migräne-Attacken reduzieren, ohne dass es zu Interaktionen mit anderen Neurotransmittern oder mit anderen Arzneistoffen kam, führte Schubert-Zsilavecz weiter aus.

Die pharma-world bietet ihren Besuchern an allen der Tagen der expopharm insgesamt 26 Vorträge und drei Podiumsdiskussionen. Erstmalig in diesem Jahr finden in Vortragspausen in der Mittagszeit Fachinterviews an bestmmten Ständen der pharma-world-Aussteller statt: am heutigen Mittwoch um 12 Uhr mit Professor Dr. Theo Dingermann am Stand von Cannamedical und um 14.30 Uhr mit Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz am Stand von Novartis.

pharma-world | Neue Wirkstoffe in der Migräne-Prophylaxe2018-11-22T13:18:26+02:00