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pharma-world 2018: Die aktuellen Schwerpunkte

Die Vorbereitungen zur pharma-world der expopharm 2018 laufen auf Hochtouren. Drei Schwerpunkte auf der pharma-world-Bühne sind bereits jetzt bekannt. So soll es in den Vorträgen am Donnerstag vor allem um das Thema Husten und seine Behandlung im Rahmen der Selbstmedikation gehen. Ganz anders am Freitag: An diesem Tag stehen unterschiedliche Aspekte zur arzneilichen Verwendung von Cannabis-Produkten im Vordergrund: von der Abgabe in der Apotheke bis hin zur Anwendung durch den Patienten. Am Samstag ist PTA-Tag. Auf dem Programm stehen an diesem Tag praxisrelevante Vorträge zu häufigen Beratungsthemen in der Apotheke, unter anderem zu Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und zu Schüßler-Salzen.

pharma-world 2018: Die aktuellen Schwerpunkte 2018-06-21T10:37:37+00:00

pharma-world: Herausforderung Cannabis (Video)

Vertretungen aus Ärzte- und Apothekerschaft befürworten eine erweiterte Verordnungsfähigkeit für cannabinoidhaltige Arzneimittel, lehnen eine Verordnungsfähigkeit von getrockneten Cannabis-Blüten und -Extrakten hingegen ab. Die Gründe hierfür erläuterte Professor Dr. Theo Dingermann im Eröffnungsvortrag zur pharma-world 2017.

Für Arzneimittel mit Cannabis-Wirkstoffen kommen aufgrund ihrer vielfältigen Effekte verschiedene Einsatzmöglichkeiten infrage. Dazu gehören durch die Wirkungen über das zentrale Nervensystem unter anderem Schmerzlinderung und die Verminderung von Spastiken bei Multipler Sklerose oder die Reduktion von Übelkeit und Erbrechen. Periphere Effekte, etwa in Leber und Fettgewebe, sind für Gewichtszunahmen und anabole Wirkungen beziehungsweise Appetitsteigerung verantwortlich.

Ein Gleichungssystem mit sehr vielen Variablen stellt dabei die Anwendung Cannabis-Blüten und -Extrakten dar. So zeigen die verschiedenen Varietäten von Cannabis-Blüten, die zum Einsatz in der Medizin bestimmt sind, unterschiedliche vorrangige Effekte. Weitere Unbekannte stellen zudem die verschiedenen Applikationsformen dar. So wirkt gerauchtes Cannabis schneller und kürzer als vergleichbare oral anzuwendende Produkte. Bislang keine Erfahrung gibt es für die Anwendung von Inhalatoren. Daten zur Bioverfügbarkeit liegen jeweils noch nicht vor.

Dass Cannabis nicht gleich Cannabis ist, zeigt sich auch im nicht-medizinischen Gebrauch. So rufen Cannabis-indica-Arten eher einen trägen Rausch hervor („stony high“), Cannabis-sativa-Arten hingegen eher einen fröhlichen, „aufgekratzten“ Rauschzustand („cerebral high“).

pharma-world: Herausforderung Cannabis (Video) 2018-06-06T11:41:10+00:00

pharma-world: Kopflaus-Behandlung – Auf die korrekte Anwendung achten (Video)

Oft liegt es an Anwendungsfehlern, wenn sich nach einer Kopflaus-Behandlung im Haar immer noch Läuse finden lassen. Darauf wies Apotheker Lars Peter Frohn in seinem Vortrag auf der pharma-world hin. In der Beratung sollte daher die korrekte Anwendung des Läusemittels im Vordergrund stehen, bei der es von Produkt zu Produkt erhebliche Unterschiede gebe.

Eine zu kurze Einwirkdauer, zu sparsames Aufbringen des Mittels oder eine ungleichmäßige Verteilung im Haar nannte der Referent als besonders häufige Fehler. Anwender sollten darüber hinaus darauf achten, ob das Läusemittel auf triefnasses oder nur feuchtes Haar aufgebracht werden muss. So könnte das Mittel zu stark verdünnt werden, wenn eine Anwendung auf feuchtem Haar vorgesehen ist, diese dann aber auf sehr nassem Haar erfolgt.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt außerdem, die Behandlung an den Tagen 8 und 15 nach der Erstbehandlung zu wiederholen. Dies ist besonders wichtig, wenn das verwendete Mittel Nissen nicht zuverlässig abtötet. Aus diesen schlüpft nach durchschnittlich acht Tagen die neue Läuse-Generation. „Manchmal schlüpfen sie sogar erst nach 15 Tagen“, so Frohn.

pharma-world: Kopflaus-Behandlung – Auf die korrekte Anwendung achten (Video) 2018-06-06T11:41:10+00:00

Phytopharmaka: Empfehlungen bei wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden (Video)

Oberhalb oder unterhalb der Gürtellinie – die Lokalisation der Beschwerden gibt wichtige Hinweise auf deren Ursache. Während bei Symptomen oberhalb der Gürtellinie meist der Magen infrage komme, sei bei Beschwerden unterhalb der Gürtellinie häufiger der Darm der Auslöser, erläuterte Apotheker Dr. Christian Ude, Darmstadt, in seinem Vortrag auf der pharma-world in Düsseldorf. Auch die Symptome selbst geben Hinweise: Sodbrennen und Aufstoßen sprechen für einen Reizmagen, Durchfall und Verstopfung eher für ein Darm-Problem. Aber es gibt auch Überschneidungen. So treten Schmerzen, Krämpfe, Blähungen und Völlegefühl sowohl bei funktionellen Magen- als auch bei funktionellen Darmerkrankungen auf.

Nicht ohne Grund gehören Pfefferminz und Kümmel sowie entsprechende Kombinationen zu den am häufigsten angewendeten Arzneipflanzen. So relaxiert Menthol, der wichtigste Bestandteil des Pfefferminzöls, über verschiedene Mechanismen gastrointestinale Muskelzellen. Jedoch ließen sich nicht alle Effekte durch Menthol erklären, so Ude weiter. Es müssen weitere wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoffe vorhanden sein. Carvon und Limonen stellen die wirksamen Substanzen des Kümmels dar. Er hilft gegen Blähungen und Völlegefühl.

„Der Mehrwert der Apotheke besteht darin, für den Patienten ein qualitativ hochwertiges und wirksames Produkt auszuwählen“, schloss Ude. Dabei gelte es, mit gezielten Fragen die Symptome sowie deren Lokalisation und Dauer abzuklären, aber auch auf mögliche Warnzeichen zu achten, um dem Patienten gegebenenfalls zum Arztbesuch zu raten.

Phytopharmaka: Empfehlungen bei wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden (Video) 2018-06-06T11:41:10+00:00

pharma-world: Den Rücken stützen (Video)


Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gründen für eine Arbeitsunfähigkeit, berichtete Heilpraktikerin Elke Niebergall in ihrem Vortrag auf der pharma-world. Laut einer Untersuchung der Techniker Krankenkasse stehen sie hierbei an dritter Stelle und bei den Fehlzeiten (Zahl der Arbeitsunfähigkeits-Tage) sogar auf Platz zwei.

Die Gründe dafür sind vielfältig: zu wenig Bewegung im Alltag, aber auch Erkrankungen wie Osteoporose oder Verletzungen sowie Probleme im Bewegungsapparat, die die nötige Bewegung zusätzlich erschweren. Zu diesen gehören nicht zuletzt verklebte Faszien. Die vielen Patienten noch wenig bekannten Strukturen gehören zusammen mit Sehnen und Bändern zu den Bindegeweben und spielen für die Beweglichkeit eine wichtige Rolle. Darüber hinaus schützen sie Gefäße und Nerven, spielen eine Rolle im Stoffwechsel und übermitteln Informationen.

Niebergall stellte eine offene, nicht-interventionelle Studie (NIS) zur Wirkung eines homöopathischen Komplexmittels (Ranocalcin®) vor. 142 Teilnehmer, die an Schwächezuständen des Stütz- und Bindegewebes sowie der Knochen litten, erhielten dabei insgesamt drei Monate lang das Testpräparat. Zu Studienbeginn, nach sechs Wochen sowie drei Monate nach Beginn der Behandlung wurde der klinische Befund von einem Arzt erhoben. Dabei zeigte sich eine deutliche Besserung der Beschwerden, mehr Beweglichkeit und eine reduzierte Schonhaltung. Auch Erschöpfungszustände und Niedergeschlagenheit verbesserten sich stark. Insgesamt stuften 80 Prozent der Therapeuten und 76 Prozent der Patienten die Wirksamkeit des homöopathischen Arzneimittels als gut bis sehr gut ein. Darüber hinaus zeigt die Studie die gute Verträglichkeit des Testpräparates.

pharma-world: Den Rücken stützen (Video) 2018-06-06T11:41:10+00:00

Alles vernetzt in der Apotheke (Video)

Von der Kasse im HV über das Schmelzpunkt-Messgerät im Labor bis hin zur Waage in der Rezeptur: alles miteinander vernetzt. Wie die Herstellung und Dokumentation von Rezepturen zukünftig leichter und schneller ablaufen könnten, erläuterten die Apothekerinnen Christina Herrmann und Susanne Funke, auf der pharma-world der expopharm an einem konkreten Beispiel. Beide arbeiten neben ihrer Tätigkeit für pharma4u in öffentlichen Apotheken.

Bereits beim Einscannen eines Rezeptes würde dann das System merken, wenn eine Rezeptur verordnet ist und unverzüglich mitteilen, ob alle Bestandteile und Packmittel vorrätig und bereits geprüft sind, führte Christina Herrmann. Falls nicht, könnte per Knopfdruck gleich eine Bestellung ausgelöst werden. Auch ob die Plausibilitätsprüfung bereits erfolgt ist, wäre sofort ersichtlich und die Frage des Patienten, wann er sein angefertigtes Arzneimittel abholen könne, ließe sich schnell beantworten. Herstellungs- und Prüfvorschriften wären bereits hinterlegt, und die entsprechenden Protokolle ebenfalls schnell ausgefertigt, denn Daten aus der Warenwirtschaft oder Prüfergebnisse aus dem Labor und der Rezeptur – etwa der gemessene Schmelzpunkt oder Einwaagedaten – würde das System automatisch übernehmen, wenn alle Geräte miteinander kommunizieren. Aus der Herstellungsvorschrift erfährt das Rührsystem, mit welcher Geschwindigkeit und wie lange die Salbe gerührt werden muss.

Zukunftsmusik? „Manches ja“, so die Referentinnen, doch manches gehe auch heute bereits.

Alles vernetzt in der Apotheke (Video) 2018-06-06T11:41:10+00:00

pharma-world: Umgang mit der Dronabinol-Rezeptur (Video)

Beim Arbeiten mit Dronabinol sollte man dessen wichtigste physikochemische Eigenschaften kennen, sagte Apotheker Dr. Christian Ude in seinem Vortrag auf der pharma-world. Die Rezeptursubstanz, die dem wirksamkeitsbestimmenden Cannabis-Inhaltsstoff (-)-trans-Δ9Tetrahydrocannabinol (THC) entspricht, erlaubt die Herstellung von öligen Tropfen und Kapseln mit definierter THC-Menge. Die problematische Verwendung von Blüten hatte Professor Dr. Theo Dingermann in seinem Vortrag am Mittwoch erläutert.

Dronabinol ist eine hellgelbe, bei Raumtemperatur ölige bis harzige Masse. Es ist löslich in Ethanol und fetten Ölen, nicht aber in Wasser. Die empfindliche Substanz muss dicht verschlossen, gegebenenfalls unter Inertgas, vor Licht geschützt und bei Raumtemperatur gelagert werden. Drei wichtige Punkte beim Arbeiten: Dronabinol wird leicht durch Luftsauerstoff oxidiert, daher muss man schnell arbeiten. Es ist temperaturempfindlich, daher muss man den erforderlichen Fön mit Vorsicht einsetzen. Bei Verwendung eines Wasserbades muss man vermeiden, dass Wasser in die Zubereitung gerät.

Auch den Patienten sollte man einige wichtige Hinweise im Umgang mit ihrem Arzneimittel mitgeben, riet Ude weiter. So dürften sie ihre Tropfen nicht mit Wasser verdünnt einnehmen, da die in Wasser unlösliche Substanz als Film im Glas zurückbleiben könnte und es so zu einer Unterdosierung kommen kann. Die Einnahme sollte „standardisiert“ – also unter immer gleichen Bedingungen – erfolgen, im Idealfall vor dem Essen. Die Tropfen dürfen außerdem nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden.

pharma-world: Umgang mit der Dronabinol-Rezeptur (Video) 2018-06-06T11:41:10+00:00

Ausgangsstoffe: Ausnahmen von der Arzneibuchqualität (Video)

Gar nicht so selten: Ein Kosmetikum soll für eine arzneiliche Anwendung weiterverarbeitet werden, oder ein Wirkstoff für eine Rezeptur ist weit und breit nicht in Arzneibuchqualität erhältlich. Wie dann zu verfahren ist, erläuterte PTA und Caelo-Rezepturtrainerin Ingrid Tieke in ihrem Vortrag auf der pharma-world der expopharm in Düsseldorf.

Liegen Ausgangsstoffe nicht in pharmazeutischer Qualität vor, solle man  – etwa im Falle eines Kosmetikums als Ausgangsprodukten – bei dessen Hersteller ein Zertifikat erfragen, um Kenntnis über die Qualität der darin enthalten Bestandteile zu erhalten, riet Tieke. Sind Ausgangssubstanzen nicht in Arzneibuchqualität erhältlich, sei eine Risiko-Beurteilung erforderlich. Dabei gilt es abzuwägen, ob trotz fehlender pharmazeutischer Qualität des Ausgangsstoffes eine Herstellung erfolgen soll oder ob es möglicherweise Alternativen zu der verordneten Therapie oder Zusammensetzung gibt. Dabei könne man die Rezepturhinweise des Neuen Rezeptur Formulariums (NRF) hinzuziehen.

Aber auch bei vorliegendem Prüfzertifikat gelte es, nicht nur die Identität der Ausgangsstoffe zu prüfen, sondern auch das Zertifikat selbst, betonte Tieke. Dabei ist vor allem auf vollständige Übereinstimmung der Angaben mit den Anforderungen des Arzneibuches zu achten.

Ausgangsstoffe: Ausnahmen von der Arzneibuchqualität (Video) 2018-06-06T11:41:10+00:00

Die klare Nummer 1 in Europa: Werden Sie Aussteller auf der expopharm

Die Planungen für die expopharm vom 10. – 13. Oktober 2018 in München laufen auf Hochtouren. Es liegen bereits zahlreiche Anmeldungen von Ausstellern vor. Die wichtigsten Unternehmen aus allen Bereichen der Apothekenwelt im In- und Ausland haben gebucht, seien auch Sie dabei und melden Sie sich gleich hier an.

Mit unseren Komplettstandangeboten wird der Einzug auf der expopharm ganz komfortabel. Die bezugsfertige Ausstattung sorgt dafür, dass Sie nur noch buchen und einziehen müssen.

Wir freuen uns darauf, Sie als Aussteller der wichtigsten pharmazeutischen Messe vor Ort zu begrüßen.

Die klare Nummer 1 in Europa: Werden Sie Aussteller auf der expopharm 2018-06-06T11:41:11+00:00

Kopfschmerzen: „Gut hilft, wer schnell hilft“ (Video)

Eine schnellere schmerzstillende Wirkung im Vergleich zu Standard-Formulierungen lässt sich nicht nur durch die Verwendung schneller löslicher Formulierungen erreichen, sondern auch durch die Wahl der Kombinationspartner des analgetischen Wirkstoffs. Die Hintergründe erläuterte Professor Dr. Thomas Herdegen, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel, auf der pharma-world in Düsseldorf anhand zahlreicher Studien. Ein schnelles Erreichen maximaler Plasmaspiegel korreliere dabei nur mäßig mit der Wirksamkeit. „Eine Tablette mit Ibuprofen-Lysinat, die rund dreimal schneller wirkt, ist nicht dreimal so stark wirksam.“

Durch das Koanalgetikum Coffein als Kombinationspartner in Analgetika könne sowohl eine schnellere als auch eine stärkere Wirkung erreicht werden, so der Referent weiter. Für die Kombination Ibuprofen plus Coffein wurde zudem gezeigt, dass diese den Ceiling-Effekt durchbrechen konnte.

Darüber hinaus spielten jedoch auch Einflussfaktoren seitens des Patienten eine Rolle, sagte Herdegen weiter. So sollten Patienten schnell wirksame Analgetika-Formulierungen möglichst nüchtern einnehmen, da eine vorherige Nahrungsaufnahme nicht nur die Resorption verzögern, sondern auch die Höhe der maximalen Plasmakonzentration vermindern kann. Dies führt auch zu einer geringen Wirkung.

Kopfschmerzen: „Gut hilft, wer schnell hilft“ (Video) 2018-06-06T11:41:11+00:00