Dotierung

Der expopharm Medienpreis 2019 ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Preise im Wert von jeweils 3.000 Euro werden in folgenden vier Kategorien für Beiträge aller Mediengattungen (Print, TV, Hörfunk, Internet) vergeben:

Kategorien

Apotheke und Politik

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes und der Intervention der Europäischen Kommission zum Thema RX-Boni durch ausländische Versandapotheken ist das Thema Gleichpreisigkeit von rezeptpflichtigen Arzneimitteln noch stärker auf die politische Agenda der Regierungskoalition gerückt. Seit langem ist erkennbar: Ohne konsequentes Handeln des deutschen Gesetzgebers steigt der Anteil des Versandhandels an der Arzneimittelversorgung ständig an. Nicht nur die Apothekerorganisationen, sondern vor allem auch Kommunalpolitiker sehen dadurch die flächendeckende Versorgung durch die Vor-Ort-Apotheken gefährdet. Dieses Thema zeigte sich in der medialen Berichterstattung ebenso wie die Umsetzung von mehr Digitalisierung im Gesundheitssystem und die damit verknüpfte engere Vernetzung der verschiedenen Leistungsbereiche. Wie steht es um den gläsernen Patienten? Sind die Vorgaben des Datenschutzes in diesem hoch sensiblen Bereich gewahrt? Und natürlich: Wie begleiteten die Medien die aktuelle Gesundheitspolitik der Großen Koalition?

Apotheke und Ökonomie

Die Zahl der öffentlichen Apotheken in Deutschland sinkt seit Anfang 2009 (Höchststand 2008: 21.602) und hat Ende 2017 mit 19.748 den niedrigsten Stand seit den späten 1980er Jahren erreicht. Zu den Ursachen gehören neben dem Wettbewerb der Apotheken untereinander auch die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen. Diese sorgen zudem für ein anderes Phänomen. Weil die Apotheken immer mehr Aufgaben erfüllen müssen, steigt die Zahl der dort beschäftigten qualifizierten Mitarbeiter trotz weniger werdenden Betriebsstätten von Jahr zu Jahr weiter an. Wohnortnah stellen Apotheken damit immer mehr flexible Arbeitsplätze mit einem Frauenanteil von zuletzt 89,2 Prozent zur Verfügung. Wie lange kann diese Entwicklung noch weitergehen? Diese und andere ökonomische Fragen gehören zu den Themen, die Journalistinnen und Journalisten in Artikeln, Sendungen und Kommentaren aller Mediengattungen immer wieder aufgriffen.

Apotheke und Verbraucher

Mit der Sicherstellung der flächendeckenden Arzneimittelversorgung inklusive Beratung rund um die Uhr leisten Apotheken einen wesentlichen Beitrag zum Verbraucherschutz. Stellvertretend hierfür steht beispielswiese das securPharm-System, mit dem seit Februar die EU-Richtlinie gegen Arzneimittelfälschungen in allen deutschen Apotheken umgesetzt wird. Hierdurch wurde jede Arzneimittelpackung zum Unikat, dessen Weg vom Werkstor bis zum Patienten lückenlos nachverfolgt werden kann. Aber auch andere – anfänglich extrem kontrovers diskutierte – Themen wie die Abgabe der Pille danach oder die Versorgung von Schmerzpatienten mit medizinischen Cannabis-Präparaten werden von den Apotheken sicher und zuverlässig umgesetzt. In allen Umfragen zum Verbrauchervertrauen stehen diese Themen auch deshalb seit Jahren auf den Spitzenplätzen.

Pharmazie und Forschung

Auch als Forscherinnen und Forscher an Hochschulen, Kliniken und in Industrielaboren stellen sich Apotheker den pharmazeutischen und medizinischen Herausforderungen. Gerade die pharmazeutische Industrie steht dabei immer wieder im Fokus der Medien. Ihre Leistungen haben vielen Krankheiten viele Schrecken genommen; die dafür aufzubringenden Kosten stellen die Sozialsysteme aber immer wieder vor große Probleme. Journalistinnen und Journalisten begleiten intensiv auch diesen Themenkreis. Nicht selten erfahren Betroffene aus den Medien erstmals, dass es für die Therapie ihrer Krankheit bald neue Ansätze und damit auch neue Hoffnung gibt. Der expopharm Medienpreis widmet der Pharmazie und der Forschung daher eine eigene Kategorie.