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pharma-world | Vitalpilze: Neu auf der pharma-world

Vitalpilze sind Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin, in den Apotheken und auf der pharma-world zählten sie bisher zu den Exoten. Was Vitalpilze möglicherweise bewirken und auf welche Weise dies geschehen könnte, waren zentrale Fragen sowohl des pharma-world-Vortrages von Heilpraktiker Alexander Baur-Schall als auch des Fachinterviews am Stand von Hennig Arzneimittel, das von Professor Dr. Theo Dingermann, Frankfurt am Main, moderiert wurde.

Insbesondere die enthaltenen Polysaccharide sehe man als zentrale Bestandteile für die Effekte an, erläuterte Baur-Schall im Vortrag und im anschließenden Interview. Sie seinen in der Lage, das Immunsystem modulierend zu beeinflussen. Die Mechanismen sind bisher weitgehend unbekannt. Denkbar sei ein Effekt auf das Darmmikrobiom und auf die Peyer-Plaques – zusammenhängenden Lymphfollikeln, die sich im gesamten Dünndarm befinden, vor allem im Krummdarm und im Wurmfortsatz, sagte Dingermann. Polysaccharide könnten dabei möglicherweise „wie ein Externum“ verhalten, also prä- oder probiotisch, aber ohne dass eine Resorption stattfinde. Dennoch sei eine Reaktion des „größten Immunorgan des Körpers“ vorstellbar. Es spreche daher nichts gegen einen Heilversuch. Wichtig sei, ein Ziel hinsichtlich des Effektes und des Zeitraumes zu setzen, um zu überprüfen, ob man auf den Einsatz anspreche.

Verschiedene Vitalpilze sind Bestandteil der Trivital®-Produktfamilie des pharma-world-Ausstellers Hennig Arzneimittel. Die Nahrungsergänzungsmittel für verschiedene Einsatzzwecke enthalten außerdem jeweils unterschiedliche Pflanzenextrakte und Mineralstoffe. Weitere Informationen zu Vitalpilzen gibt es am Stand von Hennig Arzneimittel auf dem Areal der pharma-world.

pharma-world | Vitalpilze: Neu auf der pharma-world2018-10-12T13:17:40+02:00

pharma-world | Wie nächtlicher Husten die Lebensqualität beeinträchtigt

Zwischen nächtlichem Husten und der Beeinträchtigung der Lebensqualität gibt es einen „dosisabhängigen“ Zusammenhang. Eine aktuelle Anwendungsbeobachtung hierzu stellte PD Dr. Kai Michael Beeh, Wiesbaden, in seinem Vortrag auf der pharma-world der expopharm in München vor. Sie zeigt: Je häufiger Patienten nachts von Husten geweckt wurden, umso stärker nahm die Lebensqualität ab – unabhängig von der Schwere der Ausgangserkrankung. Auch ein Unterschied zwischen Erwachsenen und Kindern konnte nicht festgestellt werden. Je häufiger in der Nacht Hustenereignisse eintraten, umso stärker war am Tag die Konzentration beeinträchtigt, konnten Tagesaktivitäten nicht wie gewohnt stattfinden und umso erschöpfter fühlten sich die Teilnehmer der Befragung.

Doch warum tritt Husten bevorzugt während der Nacht auf? Grund hierfür sei insbesondere der nervale Anteil der Veränderungen durch die virale Infektion, erläuterte Beeh die Hintergründe. So entstehen durch die Infektion „Lücken“ im zuvor geschlossenen Zellverband des Schleimhaut-Epithels. Schädliche Partikel können dann das tieferliegende Gewebe reizen. In der Nacht, wenn das parasympathische System die Oberhand habe, seien Nervenfasern aktiver, die Hustenreize weiterleiten.

Mehr zum Thema Husten und seine Behandlung gibt es in weiteren Vorträgen und bei verschiedenen Ausstellern auf dem Areal der pharma-world.

pharma-world | Wie nächtlicher Husten die Lebensqualität beeinträchtigt2018-10-11T18:47:19+02:00

pharma-world | Defektur-Arzneimittel: Keine Angst vor der Dokumentation

Mit Eigenherstellungen können Apotheken bei Kunden und Patienten punkten, doch viele schrecken bei der Herstellung von Defekturen, Standardzulassungen und unechten Hausspezialitäten vor allem wegen der erforderlichen Dokumentation zurück – unnötigerweise, wie Apotheker Lars Peter Frohn in seinem Vortrag auf der pharma-world der expopharm ausführte.
Voraussetzung für eine Herstellung im Rahmen der Defektur ist eine häufige ärztliche Verordnung des entsprechenden Arzneimittels. Da es sich um eine „Rezeptur auf Vorrat“ handelt, entfalle eine explizite Plausibilitätsprüfung, erläuterte Frohn. Sie habe im Rahmen der Anfertigung als Rezeptur bereits stattgefunden.
Abschreckend wirke vor allem die Risiko-Bewertung, so der Referent weiter. Diese lasse sich jedoch auf der Grundlage der fünf geforderten Kriterien – jährliche Produktionsmenge, Applikationsart und Darreichungsform, inhärente Risiken des Wirkstoffs, Herstellungsprozess sowie Abgabe – sehr einfach durchführen. Letzendlich bedeute die Risikobewertung nicht einmal einen Mehraufwand, da der Prüfaufwand durch sie enorm reduziert werde.
Mit Hilfe des DAC lassen sich die Anfertigungen in drei Risiko-Klassen einteilen. Die Zuordnung lasse sich durch ein Online-Tool leicht und rasch erledigen, so Frohn. Auf der expopharm können Interessierte es sich beim DAC/NRF auf der Avoxa-Standfläche (Halle B6, Stand C-10) anschauen und sich die Anwendung von den Experten erklären lassen.

Mehr zum Thema Rezeptur gibt es außerdem in den Vorträgen der pharma-world.

pharma-world | Defektur-Arzneimittel: Keine Angst vor der Dokumentation2018-10-11T13:55:24+02:00

pharma-world | Neu: Fachinterviews bei den Ausstellern

In den Vortragspausen auf der pharma-world der expopharm gibt es in diesem Jahr erstmalig das Format der Fachinterviews an den Ständen ausgewählter Aussteller. Die Premiere fand am Mittwoch am Stand von Cannamedical statt und wurde von Professor Dr. Theo Dingermann, Frankfurt am Main, moderiert. Praktische Fragen der expopharm-Besucher zur Versorgung mit Medizinal-Cannabis waren dabei ebenso Thema wie weitere Cannabis-Produkte, die in der Zukunft sicher größere Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden.

Lieferschwierigkeiten zu beseitigen und Versorgungslücken zu schließen sei das erklärte Ziel von Cannamedical, erläuterte Jascha Berg, Head of Customer Service von Cannamedical. Bisher wurden Cannabis-Blüten vor allem aus den Niederlanden importiert, doch die Kontingente reichten zur Deckung des Bedarf in Deutschland nicht aus. Cannamedical arbeite daher mit Lieferanten aus weiteren Ländern zusammen. Derzeit entwickelt Cannamedical zudem Eigenmarken, die 2019 verfügbar sein sollen.

Cannabidiol, ebenfall ein Inhaltsstoff aus Cannabis sativa, besitzt keine psyoaktiven Eigenschaften und ist als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft. Es handele sich dabei um eine Substanz mit Potenzial, zu der derzeit verschiedene Studien durchgeführt würden, sagte Dingermann. So habe die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA die Erlaubnis erteilt, CBD bei Kindern mit seltenen Formen der Epilepsie anzuwenden. In Israel werde in einer Klinik der Einsatz bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa untersucht.

Mehr zum Thema Medizinal-Cannabis und CBD gibt es am Stand von Cannamedical auf dem Areal der pharma-world in Halle B5. Cannabis ist als Schwerpunkt-Thema der diesjährigen pharma-world außerdem Gegenstand verschiedener Vorträge.

pharma-world | Neu: Fachinterviews bei den Ausstellern2018-10-11T13:16:56+02:00

pharma-world | Neue Wirkstoffe in der Migräne-Prophylaxe

Mit seinem Vortrag „Migräne-Update 2018“ eröffnete Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz die Reihe der pharma-world-Vorträge der diesjährigen expopharm in München. Im Fokus dabei: die kürzlich zugelassenen monoklonalen Antikörper zur Migräne-Prophylaxe, die – anders als die hierfür bisher zur Verfügung stehenden Arzneimittel – ausdrücklich für dieses Anwendungsgebiet entwickelt wurden.

Die neuen Wirkstoffe adressieren einen Schlüsselmediator der Migräne, das Calcitonin Gene Related Peptide (CGRP), das bei Migränikern in hoher Konzentration vorliegt. Sie blockieren entweder den CGRP-Rezeptor (wie Erenumab) oder CGRP selbst (wie Fremanezumab oder Galcanezumab). Fremanezumab ist bisher nur in den USA zugelassen, Galcanezumab ist noch nicht auf dem Markt. Studien zeigten, dass CGRP-Antagonisten dosisabhängig die Zahl der Migräne-Attacken reduzieren, ohne dass es zu Interaktionen mit anderen Neurotransmittern oder mit anderen Arzneistoffen kam, führte Schubert-Zsilavecz weiter aus.

Die pharma-world bietet ihren Besuchern an allen der Tagen der expopharm insgesamt 26 Vorträge und drei Podiumsdiskussionen. Erstmalig in diesem Jahr finden in Vortragspausen in der Mittagszeit Fachinterviews an bestmmten Ständen der pharma-world-Aussteller statt: am heutigen Mittwoch um 12 Uhr mit Professor Dr. Theo Dingermann am Stand von Cannamedical und um 14.30 Uhr mit Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz am Stand von Novartis.

pharma-world | Neue Wirkstoffe in der Migräne-Prophylaxe2018-11-22T13:18:26+02:00

pharma-world | COPD: Pelargonium-Extrakt in Schweizer Leitlinie aufgenommen

Extrakte aus den Wurzeln der blühenden Pflanze Pelargonium sidoides sind wirksam in der Behandlung oberer Atemwegsinfektionen und der akuten Bronchitis. Möglicherweise können sie auch die Behandlung von Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) unterstützen. So wurde der Pelargonium-sidoides-Extrakt EPs® 7630 in der kürzlich erfolgten Aktualisierung der Schweizer COPD-Leitlinien berücksichtigt. Die Behandlungsempfehlungen wurden in der Zeitschrift «Respiration» publiziert.

Die Sicherheit und Wirksamkeit des Extraktes EPs® 7630 in der Behandlung von Patienten mit stabiler COPD GOLD II/III wurde in einer multizentrischen, placebokontrollierten Doppelblindstudie gezeigt. Danach verlängerte der Extrakt die mediane Zeit bis zur Exazerbation im Vergleich zu Placebo (57 vs. 43 Tage; p = 0,005). Die Zahl der moderaten Exazerbationen während der Behandlungszeit ist in der Verum-Gruppe signifikant geringer als in der Placebogruppe (0,38 [SD 0,53] vs. 0,86 [0,68]; p < 0,001). Die Behandlung mit führte auch zu einer Verringerung des Antibiotika-Einsatzes und einer Verbesserung der Lebensqualität. Weitere Studien sind erforderlich, um die Wirksamkeit bei Patienten mit COPD zu bestätigen.

In Deutschland ist der Extrakt EPs® 7630 in Umckaloabo® enthalten und zur Behandlung der akuten Bronchitis zugelassen.

Literatur: Stolz D et al.,Diagnosis, Prevention and Treatment of Stable COPD and Acute Exacerbations of COPD: The Swiss Recommendations 2018. Respiration. 2018 Aug 23:1-17. doi: 10.1159/000490551.

Mehr zum Thema Hustenerkrankungen und Extrakte aus Pelargonium sidoides gibt es am Stand von Dr. Willmar Schwabe und in den Vorträgen der pharma-word.

pharma-world | COPD: Pelargonium-Extrakt in Schweizer Leitlinie aufgenommen2018-10-09T15:07:51+02:00

pharma-world | Migräne: Erster Antikörper zur Prophylaxe zugelassen

Es ist eine doppelte Premiere: Mit Erenumab wurde im Juli der erste monoklonale Antiköper zur Vorbeugung von Migräneattacken zugelassen – und damit das erste spezifische Migräne-Prophylaktikum überhaupt, denn andere Arzneimittel in diesem Bereich werden off label eingesetzt. Die Markteinführung ist im November geplant.

Zum Hintergrund: Erenumab blockt spezifisch den Calcitonin Gene-related Peptide (CGRP)-Rezeptor. CGRP ist ein Neuropeptid, das vermutlich bei Migräneattacken die Schmerzsignale weiterleitet und gefäßerweiternd wirkt. Beim Beginn einer Attacke sind die CGRP-Spiegel erhöht; sie sinken wieder auf Normalniveau, wenn die Attacke beendet ist. Infundiert man Probanden CGRP, löst dies migräneähnliche Kopfschmerzen aus.

In Studien zu Erenumab mit rund 2600 Teilnehmern sank bei Patienten mit chronischer Migräne (im Schnitt 18 Tage pro Monat), die bereits erfolglos mit anderen Medikamenten prophylaktisch behandelt wurden, die Zahl der Migränetage je nach Dosis und Vorbehandlung um 2,5 bis 4,3 Tage. 34,7 Prozent erreichten unter 70 mg Erenumab eine Reduktion um mindestens 50 Prozent gegenüber 17,3 Prozent unter Placebo. Auch bei Patienten mit episodischer Migräne (im Schnitt acht Tage pro Monat) zeigte sich eine Schutzwirkung. Sie litten unter 140 mg Erenumab 2,5 Tage und unter 70 mg Erenumab 2,0 Tage weniger unter Migränekopfschmerz als die Patienten der Placebogruppe.

Mehr zum Thema Migräne-Therapie und -Prophylaxe gibt es in den Vorträgen der pharma-world und bei Aussteller Novartis Pharma.

pharma-world | Migräne: Erster Antikörper zur Prophylaxe zugelassen2018-09-24T13:23:03+02:00

pharma-world | Kümmelöl-Pfefferminzöl-Kombination bessert funktionelle Verdauungsbeschwerden

In der Beratung lässt sich häufig nicht zweifelsfrei zuordnen, ob die Symptome funktioneller Verdauungsbeschwerden eher durch den Magen oder eher durch den Darm verursacht werden. Der Grund: Die Beschwerdebilder der entsprechenden Erkrankungen überlappen sich in weiten Bereichen. Beratung und Empfehlung richten sich daher nach dem Leitsymptom, sofern Warnsymptome eine Selbstmedikation nicht aussschließen. Eine kürzlich veröffentlichte deskriptive Subgruppenanalyse zeigt auf Basis vorliegender randomisierter Doppelblindstudien, dass eine Kombination aus Kümmelöl und Pfefferminzöl die Symptome funktioneller Verdauungsbeschwerden besser lindert als Placebo.

In die Analyse eingeschlossen wurden Patienten mit funktioneller Dyspepsie, bei denen typische Reizdarm-Symptome wie Druck-, Schwere- und Völlegefühl, Flatulenz und Diarrhö auftraten. Drei Studien mit insgesamt 376 Patienten waren für die Analyse geeignet. 30 % der Patienten (n = 111) litten an einer begleitenden Reizdarmsymptomatik. Unter der Pfefferminzöl-Kümmelöl-Kombination war die Verbesserung der Symptome Druck-, Schwere- und Völlegefühl sowie Flatulenz etwa doppelt so stark ausgeprägt wie unter Placebo.

Quellen:
Madisch A et al. (2018). Effectiveness of Menthacarin on symptoms of irritable bowel syndrome. Wien. Med. Wochenschr. http://dx.doi.org/10.1007/s10354-018-0635-1

Mehr zum Thema Magen und Darm gibt es in den Vorträgen der pharma-world. Weitere Informationen zur Pfefferminzöl-Kümmelöl-Kombination bei funktionellen Verdauungsbeschwerden erhalten expopharm-Besucher am Stand von Dr. Wilmar Schwabe auf dem pharma-world-Areal.

pharma-world | Kümmelöl-Pfefferminzöl-Kombination bessert funktionelle Verdauungsbeschwerden2018-09-17T11:17:46+02:00

pharma-world | Bluttest liest die innere Uhr ab

Einen Test auf bestimmte Biomarker im Blut, mit denen sich die innere Uhr des Menschen ablesen lässt, haben Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin entwickelt. Damit lässt sich unabhängig etwa von Selbstauskünften der jeweiligen Person feststellen, ob diese zum Spät- oder zum Frühtyp neigt, also eher eine „Nachtigall“ oder eine „Lerche“ ist. Der Hintergrund: Viele Arzneimittel zeigen in Abhängigkeit von der inneren Uhr eine unterschiedlich starke Wirkung – je nachdem, zu welcher Uhrzeit sie eingenommen werden und zu welchem Chronotyp der Patient gehört.

„Eine Therapie unter Berücksichtigung der Tageszeit wurde bislang wegen einer fehlenden Diagnostik der Innenzeit selten angewandt. Wir denken, dass dieser erste objektive Test dazu beitragen wird, dass die Tageszeit bei Therapie und Diagnose viel mehr an Bedeutung gewinnen wird,“ sagte Professor Dr. Achim Kramer in einer Pressemitteilung der Hochschule. In klinischen Folgestudien wollen die Wissenschaftler nun die Wirksamkeit einer personalisierten Chronotherapie nachweisen.

Hier geht es zur Studie und zu einem Beitrag in der Pharmazeutischen Zeitung.

Um die Einflüsse der inneren Uhr geht es auch in verschiedenen Vorträgen der pharma-world, zum Beispiel auf das Verdauungssystem.

pharma-world | Bluttest liest die innere Uhr ab2018-09-17T11:18:40+02:00

pharma-world | Ginkgo biloba: Neue Studie zu Wirkmechanismen

Welche der zahlreichen Inhaltsstoffe in pflanzlichen Extrakten für die jeweiligen Wirkungen verantwortlich sind, ist Gegenstand intensiver Forschung. Eine aktuelle Studie zu den Inhaltsstoffen des Ginkgo-Spezialextraktes EGb 761 wurde kürzlich veröffentlicht. Gegenstand dieser Studie war die Hemmung des Enzyms Acetylcholinesterase durch Inhaltsstoffe des Ginkgo-Extraktes. Docking-Analysen zeigten hierbei, das vier Ginkgo-Flavone starke Interaktionen mit der humanen Acetylcholinesterase eingehen. Am stärksten interagierte Diosmetin, gefolgt von Luteolin, Apigenin und Isorhamnetin. Acetylcholinesterase spielt eine Rolle bei der raschen Übertragung von Nervenimpulsen.
In silico, also mittels Computer-Simulation, wurde bereits in einer früheren Studie Chymase als möglicher Interaktionspartner von Proanthocyanidin aus dem Ginkgo-Extrakt identifiziert. Chymase spielt unter anderem bei Entzündungsvorgängen eine Rolle.

Mehr zum Thema Phytopharmaka gibt es in den Vorträgen der pharma-world der expopharm 2018 in München. Mehr zum Ginkgo-Spezialextrakt EGb 761 gibt es am Stand von Dr. Willmar Schwabe auf dem Areal der pharma-world.

pharma-world | Ginkgo biloba: Neue Studie zu Wirkmechanismen2018-09-17T11:19:25+02:00