expopharm | 3 Fragen an Lars Polap

expopharm | 3 Fragen an Lars Polap

Lars Polap, Leitung Produktentwicklung – Geschäftsführer PHARMATECHNIK GmbH & Co KG
„Die expopharm führt mit neuen Netzwerkformaten die richtigen Gesprächspartner zusammen und bietet innovative Plattformen für den gezielten Beziehungsausbau mit den Kunden.“


1) Was wird für die Apotheken Softwarehäuser in den nächsten 1-2 Jahren die größte Herausforderung?

Die zunehmende Digitalisierung wird die Zusammenarbeit der Leistungserbringer enorm verändern. Das elektronische Rezept ist nur ein Stichwort. Das bedeutet einige technische und organisatorische Herausforderungen für die EDV Häuser. Die verschiedenen Player im Gesundheitsmarkt müssen sich dazu abstimmen und auf einheitliche Abläufe und Lösungen einigen. Dafür müssen neue technische aber vor allem auch inhaltliche Standards definiert werden. Da sind dann auch die Verbände gefragt, aktiv und zielorientiert mit zu gestalten.
Außerdem verändern sich das Konsumverhalten und die Erwartungshaltung der Kunden bzw. Patienten gegenüber den Apotheken. Verbraucher haben sich an die schnelle und permanente Verfügbarkeit digitaler Angebote und Abläufe in den verschiedenen Lebensbereichen gewöhnt und erwarten das auch im Gesundheitswesen. Da die Apotheke auch Einzelhändler ist, wird sie natürlich mit digitalen Angebotsformern anderer Branchen verglichen.
Hier können innovative Lösungen der IT Anbieter dem Apothekenpersonal und dem Unternehmer Apotheker helfen, in einem sich ändernden Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.

2) Was bedeutet das für den Apotheker?

Auf die Apotheken kommen mit securPharm, der Telematik Infrastruktur aber auch mit e-Health Themen wie e-Medikationsplan und e-Rezept zahlreiche neue Aufgaben zu. Diese Themen müssen aktiv in die tägliche Arbeit integriert, die Abläufe und Organisation vorbereitet und das Personal geschult werden.
Zudem müssen sich Apotheken verstärkt überlegen, wie sie sich profilieren. Das gilt sowohl in Richtung Kunden als auch in Richtung Mitarbeiter. Für die meisten Apotheken gilt es, sich noch aktiver um die beiden Gruppen zu kümmern, sie zu begeistern und zu entwickeln damit ihre Zukunftsfähigkeit gesichert wird. Diese Veränderungen in Markt und Gesellschaft sind zwar kein Selbstläufer, bieten in Summe aber auch große Chancen.
Für den Apotheker gilt es, die für seine Situation passenden Lösungen zu finden und mit seinen Partnern in der Apotheke und vor allem auch im Team einzuführen. Die EDV-Häuser werden weiterhin alles tun, um die inhabergeführte Apotheke in Ihrem Wettbewerbsumfeld zu stärken, dem Personal durch clevere digitale Lösungen den Rücken frei zu halten und dem Apotheker zu helfen, den Wandel aktiv zu gestalten.

3) Welche Rolle spielen dabei die für 2019 neuen Formate expopharm Spezial, das die E–Health Herausforderungen auf die Bühne bringt und die Intensivmodule zur Digitalen Integration?

Die vielen Veränderungen im Markt verursachen Unsicherheit und großen Informationsbedarf, denn die Auswahl an Angeboten ist immens – die Expopharm bietet bereits heute auf einer großen Plattform die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren.
Noch bessere Orientierung erwarte ich mir von den neuen themenbezogenen Formaten der expopharm. Hier werden einzelne aktuellen Themen fokussiert und gebündelt. Das erlaubt den direkten Dialog und Austausch zwischen Experten und Apothekern in Seminaren und Workshops und bietet so eine praxisbezogene Annäherung an diese zukunftsorientierten Themen. In unmittelbarer räumlicher Nähe zu allen relevanten Marktteilnehmern geht es letztlich nicht nur um Information, sondern auch um gemeinsames Gestalten.
Mit diesen neuen Netzwerkformaten führt die expopharm dank Intensivmodulen und -workshops die richtigen Gesprächspartner an einem Ort zusammen und bietet so innovative Plattformen für den gezielten Beziehungsauf- und –ausbau mit den Kunden.

2018-09-17T15:12:25+00:00